ifgi EDC
Das ESRI Development Center (EDC) Programm ist eine Initiative von ESRI, um universitäre Institute oder Forschungseinrichtungen mit herausragender Forschung und Lehre im Bereich GIS zu fördern. Das Institut für Geoinformatik (ifgi) an der Westfälischen Wilhelms-Universität ist seit 2009 das erste EDC deutschlandweit (siehe arcaktuell Artikel 2/2010) . Das EDC am ifgi wird von Studierenden und Mitarbeitern gelebt und schlägt Brücken zwischen universitärer Forschung und Wirtschaft. Dazu tragen neben einem engen Austausch zwischen ESRI und ifgi und der Arbeit in gemeinsamen Projekten auch die speziell verfügbaren Ressourcen bei:
- ESRI Schulungen für Mitarbeiter und Studierende
- Installation von ESRI Software auf Privatrechnern der Studierenden
- Zusätzlicher technischer Support
- Kontakt zu und konkrete Projektberatung durch ESRI Entwickler und Consultants
- Tickets für das ESRI Developer Summit
Ziele
- Unterstützung und Förderung der Studenten mit Software, Beratung und Schulungen
- Förderung von multidisziplinärer Zusammenarbeit innerhalb der Universität Münster und darüber hinaus
- Ermöglichen und fördern von innovativer GIS Entwicklung in Forschung und Lehre
- Verbessern des Transfers von Technologien zwischen Wissenschaft und Industrie
Schwerpunkte
Am ifgi arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen im Bereich GIS Entwicklung und Anwendung. Im EDC bilden sich im ifgi zwei Schwerpunkte aus:
Raumzeitliche Modellierung und Datenanalyse
Kontakt: Edzer Pebesma
Räumliches Lernen
Kontakt: Thomas Bartoschek
Der Schwerpunkt „Räumliches Lernen“ spielt am ifgi in Forschung, Lehre und Kooperationsprojekten seit einigen Jahren eine große Rolle.
Im Forschungsprojekt „GeospatialLearning@PrimarySchool“ arbeiten wir gemeinsam mit ESRI an Systemen, die Kinder im (internationalen) Grundschulalter beim räumlichen Lernen unterstützen. In einer empirischen Studie werden die Effekte auf das Lernen und die „spatial abilities“ der Kinder nach der Nutzung solcher Systeme untersucht. Im Rahmen des Projektes werden und wurden eine Dissertation, eine Diplom-, eine Master- und zwei Bachelorarbeiten geschrieben. Mehr Informationen zum Projekt befinden sich im Blog: http://52north.org/GeospatialLearning
In der Lehre wird räumliches Lernen in Seminaren und Studienprojekten behandelt. Das Blockseminar „Geospatial Learning“ im SoSe 2010 mit 8 Teilnehmern führte eine kleine Studie an einem lokalen Gymnasium durch. Im Studienprojekt „ArcGIS Server for Geospatial Learning“ (WS 2010/11) wurden von 16 Studierenden vier Geogame-clients im Bildungskontext entwickelt, die Positionsdaten und Basiskarten über einen ArcGIS Server beziehen können. Zudem gibt es seit 2007 regelmäßige Seminare zum Einsatz von Geoinformation im Geographieunterricht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Didaktik der Geographie.
Die im Jahr 2006 am ifgi ins Leben gerufene Kooperationsinitiative GI@School (http://www.gi-at-school.de) umfasst eine Reihe von Aktivitäten im Bereich "Räumliches Lernen mit Geoinformation in der Schule": Von kurzzeitigen Schulbesuchen im Rahmen von Unterrichtseinheiten bis zur Begleitung von Projekttagen und –wochen, AGs. In regelmäßigen Lehrerfortbildungen, direkter Beratung und Betreuung von Schülern (z.B. bei Facharbeiten, Praktika, Schülerstudium) und Lehrern/Schulen (z.B. Forscherwerkstätten, Projektideen) hat die Initiative in knapp 5 Jahren direkten Kontakt zu über 4000 Schülern und 500 Lehrern über die Grenzen von NRW und Deutschlands hinaus (http://gi-at-school.de/referenzen) gehabt. In den Schulen wird bei Projekten unter anderem ESRI Software eingesetzt.
Durch die Einbindung des Schwerpunktes „Räumliches Lernen“ in das EDC können in den o.g. Aktivitäten ESRI-Technologien mit weniger Aufwand und mit professioneller Unterstützung eingesetzt werden. Ein enger Austausch von Konzepten und Erfahrungen im Bereich des räumlichen Lernens mit Geoinformation kann zwischen ifgi und ESRI auf dieser Basis vertieft fortgeführt werden.
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